Ausgangspunkt der Wanderung
Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Altdorf
Wanderweg-Beschreibung
Leichte Wanderung durch den Stromer-Wald nach Grünsberg und von dort durch die wildromantische Teufelskirche zurück nach Altdorf.
Bis zum Mühlweg Wegbeschreibung wie Rundwanderung 3. Beim Rotkreuzhaus
am Mühlweg nun nicht geradeaus, sondern rechts ab der Markierung 4
folgend über den Feuerweg zur Prackenfelser Straße. Auf dieser Straße
gehen wir links am alten Sportplatz vorbei durch die
Autobahnunterführung. Bald sehen wir rechts der Straße einen Wegweiser
„Teufelskirche". Dieser Weg ist eine Abkürzung, die wir aber nicht
nehmen wollen, im übrigen benützen wir diesen Weg beim Rückweg. Wir
gehen also die Straße weiter, denn schon bald kommt der zweite
Wegweiser mit der Aufschrift „Grünsberg / Teufelskirche" und dem folgen
wir nach rechts hin zum Stromer'schen Wald. An dieser Abzweigung wollen
wir noch einmal die schöne Umgebung betrachten. Vor uns das Pfaffental
mit der imposanten Pfaffentalbrücke, rückwärts Altdorf, die Ernhofer
Höhe, Stöckelsberg ganz oben; vor uns den Ortsteil Lenzenberg, Rasch,
den dunklen Rascher Berg, auch Höhenrasch genannt, die Höhen bis zum
Dillberg mit seinen Sendemasten. Unmittelbar vor uns der Einödhof „Zum
Striegel" und rechts im Blick die Ortschaft Westhaid. Ganz links kann
man auch den Moritzberg erkennen. Hinter dem dunklen Rascher Berg ist
die Ortschaft Haimburg auszumachen, leider existiert die Burg schon
lange nicht mehr.
Allmählich sehen wir links unseres Weges den
Wasserhochbehälter von Grünsberg, und wenn wir an ihm vorbei sind,
können wir geradeaus vor uns Burgthann mit seinem mächtigen Rundturm
der Burgruine erkennen. Es geht nun abwärts am Waldrand entlang und ehe
wir ganz in den Stromer-Wald hineinkommen, sehen wir links einen
Jägerhochsitz, der schon fast an einen Wachturm an der Grenze erinnert.
Bald zeigt ein Wegweiser nach rechts und gleich wieder nach links,
Grünsberg zu. Der Weg führt leicht bergab im herrlichen Mischwald und
schon bald zeigt sich rechts zwischen den Zweigen der Bäume die Burg
Grünsberg, aber immer nur für einen Augenblick und man muss schon genau
hinsehen, besonders, wenn das Laub der Bäume die Sicht versperren will:
Nicht umsonst wird die Burg Grünsberg auch die „Versteckburg" genannt.
Keinen
halben Kilometer von Grünsberg entfernt liegt die "Sophienquelle". Sie
ist eine aus Sandsteinquadern großzügig gestaltete Quelleinfassung, die
nebst "Himmelgarten" und den Schlossterrassen der Burg eines der
interessantesten Baudenkmäler der barocken Gartenkultur in der Region
ist. Auf dem Weg dorthin kommt man am "Dolderlesbrunnen" vorbei. Auch
der Jakobsweg (weiße Muschel auf blauem Grund) führt an der Quelle
vorbei.
Endlich sind wir unten im Schwarzachtal gelandet, am
tiefsten Punkt unserer Wanderung. Unter einer alten Eiche befindet sich
eine Ruhebank am Weg, der von Grünsberg nach Prackenfels führt.
Nun
müssen wir aber wieder leicht bergan, Grünsberg zu, müssen also dem
Wegweiser „Grünsberg" folgen, der uns wieder in den Wald hineinführt.
Links kommt uns ein kleines, silberhelles Bächlein entgegen und wir
befinden uns in einer Schlucht, die immer enger wird. Das Murmeln des
Bächleins, dem wir nun ganz nahe sind, passt so richtig in diese
Waldeinsamkeit. Ehe wir den Bach auf Wackelsteinen überqueren,
entdecken wir rechts den „Emilsbrunnen", der aber leider kein Wasser
mehr spendet. Auf künstlich angelegten Treppen geht es nun aufwärts,
direkt am Schloss Grünsberg vorbei zur stark befahrenen Straße
Altdorf-Grünsberg-Burgthann. Als erstes erkennen wir oben ein schönes
Fachwerkhaus, es ist die Gastwirtschaft von Grünsberg und links hinter
uns jenseits der Straße entdecken wir ein steinernes Portal über dessen
Eingang das Wort „Himmelgarten" eingemeißelt ist. (Anm.: Das Portal
befindet sich derzeit in einer Werkstatt). Es ist dies der ehemalige
Burggarten, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde, und nun als
Tierfriedhof dient. Nach einigen Schritten haben wir rechts den Eingang
zur Burg Grünsberg vor uns.
Wir folgen nun der Straße nach
Altdorf, gehen aber dem Wegweiser „Teufelskirche" folgend nach rechts.
Nach den letzten Häusern von Grünsberg kommen wir rechts am
„Doktorsbrünnlein" vorbei. Die Quelle hat ihren Namen nach dem
Mediziner Dr. von Fabrice, der Ende des 18. Jahrhunderts als
Hochschullehrer in Altdorf wirkte. Er schickte Patienten, die zur
Fettleibigkeit neigten, wochenlang jeden Tag zu Fuß von Altdorf an
diese Quelle und verschrieb ihnen, dort das Wasser der Quelle zu
trinken. Dünn wurden die Patienten natürlich durch das Laufen.
Das
Tal wird enger, es wird allmählich zur Schlucht und wildromantisch. Wir
bestaunen riesengroße Felsbrocken und geknickte Bäume. Das uns
entgegenkommende Bächlein müssen wir des öfteren auf Bohlen und
Brettern überqueren. Diese Schlucht ist auch für Botaniker nicht
uninteressant. Es gibt dort den Aronstab, der schon selten geworden ist
und viele andere botanische Merkwürdigkeiten. Auch seltene und
wunderschöne Vogelstimmen können wir hier in dieser Einsamkeit hören,
wenn wir uns nur dementsprechend ruhig verhalten. Wir befinden uns
jetzt in der wohl tiefsten und großartigsten Rhätsandsteinschlucht der
Nürnberger Umgebung. Plötzlich endigt die Klamm in einem weiten
Felsenkessel, in dem riesige Felsen übereinander liegen und wir sind in
der Teufelskirche.
Überwältigt von diesem Eindruck setzen wir
unseren Weg über eine künstlich angelegte Treppe fort, der Weg ist
teilweise mit Drahtseilen gesichert und gefahrlos zu begehen. Oben im
Wald überqueren wir das Bächlein, das einige Meter weiter den kleinen
Wasserfall bildet. Durch schönen Mischwald kommen wir nun zum
Treppenstieg rechts in Richtung Altdorf und wenn wir dies geschafft
haben, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes wieder am Tageslicht. Ja,
wir waren lange im Schatten und die Helle, die uns jetzt von vorne
entgegenleuchtet, ist wohltuend für das Auge. Aber schon hören wir den
Verkehr der Straße Altdorf-Feucht, die sich links von uns hinzieht. An
drei riesigen Hochspannungsmasten vorbei - das Umspannwerk Ludersheim
ist nahe - erreichen wir nun den Wegweiser, an dem wir zu Beginn
unserer Wanderung vorbeigekommen sind.
Wir sind wieder an der
Prackenfelser Straße, auf der wir in Kürze Altdorf erreichen. Vorher
und zum Abschluss unserer Wanderung sollten wir aber noch die schöne
Rundumsicht genießen. Es zeigen sich, wenn wir zurückschauen, der
Moritzberg, der Nonnenberg und rechts der Dillberg mit seinen
Sendemasten. Vor uns ein Blick ins Pfaffental mit seiner mächtigen
Autobahnbrücke.
Hinweis für Rollstuhlfahrer und Kinderwagenfahrer
Die Befahrung dieses Wanderweges mit dem Rollstuhl oder mit Kinderwagen ist nicht möglich.
Dieser Wandertipp wird hier mit freundlicher Genehmigung der Stadt Altdorf veröffentlicht.
Gehzeit und Anforderungen des Wanderwegs
- Gehzeit: 1.5 Stunden
- Schwierigkeit: leicht

