Ausgangspunkt der Wanderung
Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Altdorf
Wanderweg-Beschreibung
Rollstuhl- und Kinderwagenfahrer können bei diesem Wanderweg nur ein Teilstück auf der Asphaltstraße befahren. Empfohlener Ausgangspunkt ist die Grünanlage am Rossweiher (Oberes Stadttor). Grünanlage Rossweiher am Oberen Tor – Mühlweg – Autobahnunterführung – weiter auf der Straße zur Prethalmühle – Schwarzachbrücke in Prackenfels (ca. 2,5 km). Die Weiterfahrt mit dem Rollstuhl auf der Straße von Prackenfels nach Altdorf ist wegen der starken Steigung nicht möglich. Charakteristik: Leicht, geringes Gefälle bis zur Prethalmühle, Asphaltstraße.
Mit den Markierungszeichen 3, 4 gehen wir durch die Röderstraße und stehen plötzlich vor einem Naturdenkmal besonderer Art: Eine zu einem Tor zusammengewachsene Esche (eigentlich sind es zwei) nötigt uns schon zu Beginn der Wanderung Erstaunen ab. Gleich danach passieren wir rechts den Steffeleinsweiher, ein Überbleibsel des ehem. Stadtgrabens. Wir überqueren die Nürnberger Straße am oberen Stadttor und kommen gleich wieder an einen Weiher, den Rossweiher. Es lohnt sich, am Ende des Weihers einen Blick halblinks zurückzuwerfen auf die Altstadt: links das Obere Tor, der Turm der Stadtkirche und rechts der Feilturm, ein Teil der einstigen Stadtbefestigung, ein herrliches Bild, das sich im Wasser des Rossweihers spiegelt. Unser Zeichen 3 führt uns nun den Mühlweg geradeaus weiter, vorbei an Fabrikhallen und Bürogebäuden zur Autobahnunterführung der Autobahn Nürnberg – Regensburg. In einer leichten Rechtskurve nach der Unterführung verlassen wir die Straße nach links an der Übersichtstafel des Rundwanderweges 3, gehen im spitzen Winkel zurück bis fast zur Autobahn. Von dieser Stelle aus haben wir eine prächtige Aussicht. Vor uns das abfallende Gelände hin zum Schwarzachtal, dahinter in der Ferne der Dillberg (597 m) mit seinen Sendemasten (203 m Höhe) und links und rechts davon die Höhen der Oberpfalz. Wir gehen den Weg parallel zur Autobahn weiter bis zu einer Einzäunung und dann nach rechts den Hang hinunter. Ein schöner, angenehmer Wiesenweg, vorbei an Obstbäumen führt uns genau nach Süden, dem Schwarzachtal entgegen. Links begleitet uns das Siedlungsgebiet des Lenzenberges, von uns durch eine kleine Schlucht getrennt. Der Weg wird nun enger und schließlich führen neben dem Zaun mehrere Stufen hinab in die Löwengrube. Beim Verlassen der Löwengrube erreichen wir im Wald einen Platz, an dem sich die Rundwanderwege 3 und 5 kreuzen. Wir sind beim Auerskeller mit seinen originellen Häuschen und grünen Fensterläden, es befindet sich genau in der Haarnadelkurve der Straße Altdorf - Prackenfels. Wir gehen die Straße abwärts und haben nach wenigen Metern die Prethalmühle erreicht. An der Tür über dem Eingang ist die Jahreszahl 1643 eingemeißelt, sie ist jedoch schon 1360 urkundlich erwähnt. Im weiteren Verlauf der Straße kommen wir links an die Schwarzach, die am Tyrolsberg bei Neumarkt / Opf. entspringt und bei Schwabach in die Rednitz mündet. Ihr Lauf beträgt rd. 60 km. Vorbei an einer Holzbrücke gelangen wir zu einem stattlichen Fachwerkbau, dem Lochmannshof, wie er früher hieß. Heute gehört das Gebäude zum „Hermann-Ehlers-Haus“, einer evangelischen Tagungsstätte. Die Straße beginnt nun erheblich anzusteigen. Der Anstieg dauert aber nicht lange, denn schon bald zeigt ein Wegweiser nach rechts auf ebenem Weg in den Wald. Wir sind in Prackenfels angelangt und erfahren, dass hier bereits 1334 eine Burg stand, die den Waldstromern und 1362 den Hartern von Rasch gehörte. Diese nannten sich „von Prackenfels und Rasch“ und trugen in ihrem Wappen einen silbernen Brackenkopf, daher der Name Prackenfels. Im Landshuter Erbfolgekrieg 1504 wurde die Burg von den Nürnbergern zerstört. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Auf halber Höhe einer Schlucht führt uns nun dieser Weg entlang, er ist ziemlich schmal, deshalb sollten wir Acht geben. Weiter geht es durch einen herrlichen Mischwald mit beachtlicher Flora, ein kleines Bächlein unten in der Schlucht begleitet uns und ein Geländer bietet uns Halt, weil es nun hinuntergeht, um aber gleich wieder anzusteigen. Beim Waldaustritt erblicken wir die gewaltige Autobahnbrücke (234 m lang) der Autobahn Nürnberg-Regensburg, die in einer Höhe von 27 m das Pfaffental überspannt. Die Markierung führt immer rechtsweisend an versetzten Hecken vorbei hin zur Autobahnbrücke, die wir unterqueren. Unter der Brücke müssen wir über einen kleinen Holzsteg, von rechts kommt Rundwanderweg 5 zu uns und schon bald sind wir auf dem Weg, der uns durch das Pfaffental nach Altdorf bringt. Wir sehen die Stadt bereits, wenn wir oben angelangt sind und das Neubaugebiet vor uns haben. Gleich sind wir wieder am Mühlweg und in der Nürnberger Straße, von wo aus wir nicht mehr weit zum Bahnhof bzw. zum Marktplatz haben.
Gehzeit und Anforderungen des Wanderwegs
- Länge: 5,0 km
- Gehzeit: 1,5 Stunden
Einkehrmöglichkeiten während der Wanderung
leider keine
Dieser Wandertipp wird hier mit freundlicher Genehmigung der Stadt Altdorf veröffentlicht.
Gehzeit und Anforderungen des Wanderwegs
- Schwierigkeit: mittel

